Wohnungssuche 6.0 – der ganz normale Alltagswahnsinn

Ganz ehrlich: Ich weiß auch nicht ganz so genau warum ich mir das nochmal antue. Viele von euch werden sicher die Hände über dem Kopf zusammen schlagen – ich habe meine Wohnung gekündigt!!! Und dabei musste ich noch nicht mal ausziehen.

Die Vermieterin hat die Bude verkauft und unsere Mieten steigen an – das war aber auch schon alles an Drama.

Vielleicht liebe ich ja das Abenteuer – höchstwahrscheinlich sogar. Anders kann ich mir nicht erklären, warum meine einzige Reaktion auf den Verkauf war, zu kündigen. Gut es kommen auch noch andere Faktoren hinzu – der Stau zum Beispiel und der Fakt dass mein Auto ja auch nicht jünger wird. Zeit auch. Jeden Tag 2 Stunden im Stau stehen raubt einem einfach enorm viel Zeit, und selbst wenn ich mal kurz von der Stadt zu mir möchte, wären es 20min pro Weg – also wieder 40 verschenkte Minuten pro Retour. Wenn man das aufs Jahr rechnet kommt da ganz schön was zusammen, und ihr wisst ja wie kostbar meine Zeit hier ist.

Nun gut, ich habe diesmal ziemlich schnell und unkompliziert etwas gefunden und ziehe ENDLICH zurück in die Stadt – diesmal genau ins zentrale aber auch etwas zwielichtige Zentrum. 2 Jahre Wynberg haben mich aber abgehärtet denke ich, und so mach ich mir nicht so Stress, in der etwas zwielichtigen nicht ganz so geschützten Stadt zu wohnen – macht das ganze ja noch viel spannender.

Nun geht auch in einem anderen Teil meines Lebens einiges weiter und ich bin mal wieder auf der ewigen Sammelei von Dokumenten. Für mein derzeitiges Leben bräuchte ich eigentlich eine persönliche Assistentin – kommt ja immer noch ein Haufen Arbeit während der Woche hinzu.

So kann man zum Beispiel ein polizeiliches Führungszeugnis von dem Ausland nur per Fax beantragen – wie urzeitlich ist das bitte? Nun versuche mal ein Fax aus Südafrika los zu schicken, wenn es hier nur einen Telefon & Internet Anbieter gibt der zudem auch noch extrem Nutzlos ist, weil der Anbieter ja alleine den markt regiert. So kommt es also, dass man derzeit in ganz Südafrika kein Fax international versenden kann, weil dieser Telefonanbieter genau hier ein Problem mit sich hat. Das Amt in Deutschland nimmt aber nichts anderes an, außer ich komm persönlich vorbei.

Nachdem das Theater geregelt war, musste ich mich wieder etwa eine halbe Stunde mit der Südafrikanischen Polizei auseinander setzen und ihnen erklären, dass das ß in meinem Namen KEIN B ist und ich nicht so heiße wie sie denken, sondern so wie in meinem Ausweis steht. Auch hier stieß ich auf völliges Unverständnis und verlor mich fast im Telefongespräch, bis mein Gegenüber es dann doch „verstand“, bzw. vielmehr akzeptierte, dass ich ihn nicht in Ruhe lassen würde, bis es geändert war.

Hinzu kommt der Rosenkrieg mit meinem Internetanbieter, die einfach fröhlich weiter Geld von meinem Konto abziehen. Hier war ich übrigens 2 Jahre lang unter dem Nachnamen DEUTSCH gemeldet – was ja eigentlich meine Sprache ist, aber dort rafft wohl keiner mehr, was überhaupt in dieser Welt passiert.

So hangle ich mich also von Amt zu Amt und logistischen Problem weiter zum nächsten und bin damit vollbeschäftigt. Mittendrin versuche ich meinen Deutschlandaufenthalt halbwegs zu planen, sowie meinen eigenen Urlaub, der schon nächste Woche beginnt.7

Dieses Jahr ist nicht alles so gelaufen wie ich wollte und es gibt einiges an Events, die ich dadurch in Deutschland verpasse. Nichtsdestotrotz versuche ich immer brav nach vorne zu blicken und stelle mich Challenge um Challenge immer in der Hoffnung, dass es dann endlich irgendwann mal vorbei sein wird und ich  in Frieden mein Leben leben kann. Da ist aber leider noch kein Ende in Sicht. Bis dahin werde ich also tapfer weiter meinen ziemlich steinigen Weg gehen, den ich mir ja im letzten Jahr ausgesucht habe und weiter darauf hoffen, dass dieser Weg sich bald wieder mit der ruhigeren Teerstraße und dem einfach leben schneidet. Geht es eigentlich nur mir so, oder gibt es hier noch mehr Leute die sich für den steinigen Lebensweg entschieden haben und seither damit kämpfen, es nicht zu bereuen.

Erstmal freut euch ab nächste Woche auf spannende Beiträge nicht nur aus meinem windigen neuen Viertel sondern auch AUS DEM URLAUB! Es geht nach Kwa-Zulu Natal – ein Teil Südafrikas den ich noch nicht entdeckt habe und der neben dem Eastern Cape touristisch noch nicht ganz so entschlosssen sein soll wie die Garden Route. Wenn schon Winter – dann nicht hier 🙂 Dort sind es schöne 20 Grad plus und Sonne pur – jippie!

 

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Ein Kommentar zu “Wohnungssuche 6.0 – der ganz normale Alltagswahnsinn

  1. Oh man… Was ein Stress, aber hey – man wächst mit seinen Aufgaben ^^ Und ich freue mich dich demnächst in Hamburg gaaaaanz doll zu drücken und zu knuddeln 🙂 Viel Erfolg noch weiterhin, bei allem was du so machst!

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