Capetonian summer 3.0

Ich weiß eigentlich gar nicht wo genau ich anfangen soll. Es ist SOMMER.  Das heisst auf deutsch: soviel Zeit wie möglich in alle Aktivitäten stecken, die man außerhalb der 4 Wände machen kann, und so wenig Zeit wie möglich zu hause verbringen.  Ich habe mittlerweile Yoga und surfen mit in meinen Alltag eingebaut und werde in beidem immer besser 🙂 ich gehe beim Yoga keine Einkaufslisten mehr durch sondern entspanne mich so sehr, dass ich fast einschlafe wenn ich da liege und surfen geht nun auch mit Aufstehen und weiter weg von den 6 jährigen (unter anderem damit ich sie nicht ungesteuert überfahre) ein paar mal fühlte es sich wie Ertrinken an, als ich zu weit vorne auf dem Brett lag und Kopfüber mit dem Brett nach vorne fiel, aber da ich mich ja immer noch nicht in die haiverseuchten tieferen Gewässer traue, schaffe ich es auch immer wieder nach oben. Letztens surften wir mit Bluebottle Quallen – zu deutsch glaub ich portugiesische irgendwas. … ich hab es schon wieder vergessen. Auf jeden Fall sind das die luftblaesschen die an der Oberfläche schwimmen und einen langen dunkelblauen Fäden hinter sich her ziehen.  Halb so schlimm dachten wir uns – es sind ja alle im Wasser. Jajajaja.  Als ich wieder raus kam streifte mich so ein Faden quer am Fuss mit dem Resultat dass ich mir die folgende Stunde am liebsten selbst meinen Fuss amputiert haette,  weil es einfach so dermassen brennt, wo der Faden auf Haut trifft.  Wieder was gelernt. Das War wie damals, als meine Mutter sagte ich solle die Rotlichtlampe nicht anfassen weil sie heiß sei und ich ihr das aber nicht geglaubt hatte und trotzdem anfassen musste….. selber schuld.
So ein extrem Erlebnis hatte ich dann übrigens auch gestern…. da brach ich mal wieder in Viel zu frühen Morgenstunden zu einem Halbmarathon auf und sah schon von weitem in der Dunkelheit einen Stueck Berg lichterloh brennen. Und das dann auch noch verdächtig nahe an dem teil, den ich überqueren musste um zu meinem Lauf zu gelangen. Je näher wir kamen desto klarer wurde, es brannte tatsächlich genau der teil. Und zwar nicht nur ein Lagerfeuer. Riesige Flammen schlugen dort in einer geraden Linie sich den Weg durch die karge buschlandschaft und wir kamen nicht weiter. Es gab nur einen anderen Weg über den Berg – und das War außen Rum.  Als Resultat kamen wir zu spät und die laeufer waren bereits unterwegs. Ich holte aber noch den hinteren Teil ein und kämpfte mich bei einer verdammten steifen Küsten Brise nach vorne und nach gefühlten 5 Stunden und 50 km (es waren 21km und 2.5 stunden) dann auch ins Ziel. Auf dem weg überholten mich diverse ziemlich alte Herren und jedes mal starrte ich mit offenem Mund hinterher und konnte nicht glauben dass ich soeben überholt wurde. Das ist als wenn du mit deinem Sportwagen auf der Autobahn von einem Lastwagen überholt wirst. Quasi. Nunja,  ich arbeite noch an meinen PS.  Zum Schluss gab es einen Baum am Ziel und keine Medaille und ich musste auch nicht eingesammelt werden und War nicht die letzte 🙂
Das Feuer wütet übrigens immer noch und während ich dies schreibe hoere ich immer wieder Helikopter über meinen Kopf weg fliegen, die mit Meerwasser versuchen das Feuer einzudämmen was mittlerweile die Stadt erreicht hat und den Cape point teil der Stadt vom Rest abschneidet da Alle Paesse und Straßen gesperrt sind… ich frag mich ob meine Kollegen gleich auf Arbeit sind,  die dort wohnen. Es gibt nur noch eine offene Straße und natürlich wird an der gebaut.
Nunja.  Ihr seht, im Sommer ist hier einiges los. Die Stadt lebt eigentlich auch nur richtig im Sommer. Ich gehe noch zu 5 Konzerten in Kirstenbosch diesen Monat, freiluftkino,  Braais,  surfen und so weiter…. schlafen wird derzeit wirklich überbewertet. Hab ich erwähnt dass heute der heißeste Tag des Jahres ist? 🙂 🙂
Gut. Genug angegeben. Ich wünsche euch da drüben einen guten Wochenstart.  Hier noch ein paar Eindruecke in bildlicher Form, was ich so gemacht hab im letzten Monat.

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Ihr könnt mir übrigens bei Instagram folgen für mehr Fotos unter unschuldslamm06.

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